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Thailand liegt im fruchtbaren tropischen Monsungürtel, der etwa von Indien im Süden bis China im Norden reicht. Obwohl diese Südostasiens Zivilisationen eintscheidend beeinflußt haben und die Thai (bzw.Tai-) Völker vermutlich im ersten Jahrtausend nachChr. aus Südchina herbeizogen, wahrte die Thaikultur ihre Eigenständigkeit. So unterscheidet sich das gesprochene (tonale) Thai von allen chinesischen Dialekten. Thailand seit 1976 Mitglied der Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN), verweist stolz auf seine traditionelle Unabhängikeit, die es - anders als seine Nachbarn Myanmar (Birma) Laos, Kambodscha, und Malaysia - auch gegen den westlichen Kolonialismus verteidigte. Wesentliches nationales Bindeglied sind der Theravarda - Buddhismus und die Monarchie, zweiseit dem ersten eigenständigen Thai-Staat, dem Reich von Sukhothai(13.-14Jh.) institutionalisierte Fundamente.Nicht von ungefähr symbolisieren die Farben der Thai-Flagge (thong trai rong) den Bhuddhismus (weiß), die Monarchie (blau) und die Nation (rot).


Das Territorium von Thailand nimmt einen beträchtlichen Teil der Landfläche Südostasiens ein und erstreckt sich südöstlich der letzten Ausläufer des Himalaya bis auf die Malaiische Halbinsel und umschließt dabei den Gof von Thailand ein Randmeer des Südchinesischen Meers. Die Landfläche Thailands erinnert in ihrer Gestalt an den Kopf eines Elefanten. Die maximale Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung liegt bei 1.770 km, in Ost-West-Richtung etwas mehr als 800 km.

 

Die Nordregion ist bergig, dort findet sich auch der höchste Punkt des Landes: Doi Inthanon (2565 m). Der Nordosten (Isaan - auch Isan oder Issaan genannt) besteht aus der Korat-Hochebene einer im Sommer staubtrockenen, in der Regenzeit jedoch überschwemmten Landschaft, die keine intensive Landwirtschaft zulässt. Bewässerungsprojekte und Staudämme sollen hier Abhilfe schaffen. Die dortige Bevölkerung ist ärmer als der Durchschnitt des Landes. Der Dialekt des Isaan ist mit dem Laotischen verwandt. Im Norden und Osten des Isaan bildet der Mae Nam Khong oder Mekong die Grenze zu Laos.

 

Die Zentralregion wird beherrscht vom Mae Nam Chao Phraya, der dem fruchtbaren Land Wasser zuführt und südlich von Bangkok in den Golf von Thailand mündet. Die Ostregion ist landwirtschaftlich geprägt und liegt am Golf von Thailand. Die schönen Strände und vorgelagerten Inseln führten zu einem verstärkten Tourismus. Die Zentralebene und die Ostküste (Eastern Seaboard) sind das wirtschaftliche Herz des Landes. Deshalb ist Thailand auch einer der südostasiatischen Tigerstaaten. Die Südregion liegt auf der langgestreckten malaiischen Halbinsel, die den Pazifischen Ozean vom Indischen Ozean trennt. Der Isthmus von Kra bildet die schmalste Stelle zwischen den beiden Meeren und ist nur 64 km breit. Daher wird er in Thailand auch als "dünner Hals" bezeichnet. Berglandschaften (im nördlichen Teil das Tenasserim -Gebirge an der Grenze zu Myanmar, im äußersten Süden das Grenzgebirge Sankara Khiri zu Malaysia , Regenwald und Traumstrände wechseln sich ab. Die Bevölkerung ist hier zunehmend moslemisch und spricht mehr Malaiisch.

 

Das Klima ist tropisch-monsunal, die Temperaturen liegen ganzjährig über 18° C. Jahreszeiten werden nicht wie bei uns über Temperaturunterschiede bestimmt, sondern über die monatlichen Niederschlagsmengen. Es gibt drei Jahreszeiten. Ganz grob gilt Folgendes: (1) vom November bis Februar führen die vorherrschenden Nord- bis Nordostwinde trockene und kühle Luft heran, (2) in der Vormonsun-Zeit März bis Mai herrschen die höchsten Temperaturen (oft deutlich über 35° C), (3) von Juni bis September dauert die Regenzeit mit dem Monsun aus Südwest. Über 60.000 km² der Landfläche und mehr als 6.000 km² Meeresfläche und Inseln sind als Nationalpark, Wildschutzgebiet und Meerespark ausgewiesen, siehe dazu Nationalparks in Thailand.

Größere Städte sind neben der Hauptstadt Bangkok: Chiang Mai, Nonthaburi, Samut Prakan, Nakhon Ratchasima (früher Khorat), Khon Kaen und Chonbu.

 

75 % der Bevölkerung sind Thai, 14 % Chinesen. Die restlichen Einwohner sind Angehörige der Bergvölker, Khmer, Laoten, Malaien, Moken, Inder, Lolos und Weiße, die von den Thais "Farang" genannt werden.

 

 Jahr  Bevölkerung in Mio.
 1960  23,3
 1964  29,7
 1965  30,5
 1966  31,5
 1971  35,34
 1974  41,02
 1978  45,1
 1982  48,49
 1987   52,55
 1988  53,6
 2000  60,8
 2005  65,44

 

Provinzen

Die heutige Verwaltungsgliederung in Provinzen, Kreise, Kommunen und Dörfer erfolgte unter König Rama V. Chulalongkorn 1897 . Die 76 Provinzen sind in 5 Regionen eingeteilt: Norden, Nordosten (Isaan), Zentralregion, Osten, Süden. Die Provinzen (auf Thai Changwat) sind in Amphoe und King Amphoe (Kreise bzw. Unterkreise), Tambon (Kommunen) und Mubaan (Dörfer) unterteilt. Der Name einer Provinz entspricht dem Namen ihrer Hauptstadt.

 

Nord-Region

Chiang Rai, Mae Hong Son, Chiang Mai, Phayao, Nan, Lampang, Lamphun, Phrae, Tak, Sukhothai, Uttaradit, Phitsanulok, Kamphaeng Phet, Phichit, Phetchabun, Uthai Thani, Nakhon Sawan

 

Nordost-Region

(auch Isaan genannt)

Loei, Nongbua Lamphu, Udon Thani, Nong Khai, Sakhon Nakhon, Nakhon Phanom, Khon Kaen, Kalasin, Mukdahan, Chaiyaphum, Maha Sarakham, Roi Et, Yasothon, Amnat Charoen, Nakhon Ratchasima, Buriram, Surin, Si Saket, Ubon Ratchathani

 

Zentral-Region

Kanchanaburi, Suphanburi, Chainat Sing Buri, Lopburi Ang Thong, Saraburi, Phra Nakhon Si Ayutthaya, Pathumthani, Nakhon Nayok, Prachinburi, Sa Kaeo,  Chachoengsao, Ratchaburi, Nakhon Pathom, Nonthabi, Bangkok, Samut Songkhram, Samut Sakhon, Samut Prakan, Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan

 

 

Ost-Region

Chonburi, Rayong, Chanthaburi, Trat

Feiertage

Viele thailändische und buddhistische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und fallen somit von Jahr zu Jahr auf ein jeweils anderes Datum. Die Banken sind an diesen Tagen immer geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der erste Wochentag danach arbeitsfrei.

  • 1. Januar - Neujahr (ein offizieller Feiertag)
  • Neumondtag im Januar - Chinesisches Neujahrsfest (offizielle Feiertage)
  • Vollmondtag im Februar/März - Makha Puja (Gedenken an Buddha-Predigt)
  • 6. April - Chakri-Tag (Gedenktag an den Inthronisationstag König Rama I , offizieller Feiertag)
  • 13. April bis 15. April- Thai-Neujahrsfest (Songkhran, Wasserfest, offizielle Feiertage)
  • 1. Mai - Tag der Arbeit (offizieller Feiertag)
  • 5. Mai - Krönungstag König Rama Ix. (offizieller Feiertag)
  • Vollmondtag im Mai/Juni - Visakha Puja (Gedenken an die Geburt Buddhas, buddhistischer Feiertag)
  • Vollmondtag im Juli - Asalha Puja (Gedenken an die erste Predigt Buddhas) und am Folgetag Khao Pansa (Beginn der Regenzeitklausur der Mönche, beides buddhistische Feiertage)
  • 12. August - Geburtstag von Königin Sirikit Muttertag (offizieller Feiertag)
  • Neumondtag im Oktober Krathin Zeremonie (buddhistischer Feiertag)
  • 23. Oktober - Chulalongkorn-Tag (Todestag König Rama X., offizieller Feiertag)
  • Vollmondtag im Oktober Ok Phansa Tag (Das Ende der Fastenzeit, buddhistischer Feiertag)
  • Vollmondtag im November - Loi Krathong (Lichterfest, kein gesetzlicher Feiertag)
  • 5. Dezember - Geburtstag von König Rama IX. Bhumibol Adulyadej (1927;, seit 1946 König von Thailand (Nationalfeiertag und als Vatertag offizieller Feiertag im gesamten Land)
  • 10. Dezember - Verfassungstag (offizieller Feiertag)
  • 31. Dezember - Silvester (offizieller Feiertag)

Beste Reisezeiten für die Regionen:

Bangkok und Umgebung
November bis März bei angenehmen Temperaturen um 25 Grad Celsius

Golf von Siam (Pattaya, Jomtien, Ko Chang)
November bis März bei Temperaturen, die dem mitteleuropäischen Sommer entsprechen

Nordosten - Isaan
Oktober bis März, im April und Mai ist es sehr heiß

Nordthailand
November bis März, kühle Nächte im Dezember und Januar

Südthailand-Ostküste
das ganze Jahr hindurch, etwas häufiger Regen im November und Dezember

Südthailand-Westküste
Dezember bis März bei 25-30 Grad Celsius

Westthailand (River Kwai, Kanchanaburi)
November bis März bei 25-30 Grad Cels

 

       Thailand Map zum downloaden pdf.430 kb